Zur Herbstversammlung des Trachtenvereins „D´ Grenzler Marzoll“ konnte 1. Vorstand Georg Nitzinger sen. lt. Anwesendheitsliste 56 Vereinsmitglieder begrüßen. Die Einladung der Versammlung wurde Termin- und Fristgemäß durch Aushang an der Trachtenhütte und Veröffentlichung im Reichenhaller Tagblatt bekannt gegeben. Tagesordnungspunkte waren:
Besonderer Gruß galt Bürgermeister Manfred Adlinger als Vertreter der Stadt Bad Reichenhall. Er begrüßte die Vertreter der anwesenden Ortsvereine. Peter Koch vom Krieger und Reservistenverein Marzoll und Erwin Reidl von der Musikkappelle Marzoll. Besonderer Gruß galt den Ehrenmitgliedern Karl Niggl und Hans Hofhammer. Außerdem Ruppert Heindl der wiederum aus Hauzenberg im Bayrischen Wald angereist war.
Er bat nun die Anwesenden sich von den Plätzen zu erheben um den verstorbenen Vereinsmitgliedern des Vereins zu gedenken. Im letzten Halbjahr waren drei Todesfälle von Vereinsmitgliedern zu beklagen. (Ehrenmitglied Franz Reischl, Alfons Heim und Werner Zech)
Danach verlas Schriftführer Markus Aicher das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung und die Tätigkeiten des Vereins. Im Anschluss daran gab Kassier Elisabeth Hunklinger, den Kassenbestand der Hauptkasse bekannt und berichtete über die Ausgaben beim Hüttenumbau. Es sind derzeit 283 Mitglieder im Verein. Werner Inneberger berichtete vom Stand der Hüttenkasse und bedankte sich bei den Hüttenwirten, Putzfrauen und Hausmeistern. Auch seine Frau Rosi unterstützt ihn immer Tatkräftig. Er sagte, er suche einen Nachfolger als Hüttenwart den er bei den nächsten Neuwahlen niederlegen würde. Die Kassenprüfer Brigitte Lintschinger und Uli Sax hatten die Kasse geprüft und eine einwandfreie Führung der Kasse bestätigt. Es wurde die Entlastung der Vorstandschaft beantragt, die von der Versammlung einstimmig angenommen wurde. Nitzinger bedankte sich beim Hüttenwart und seinen Vertretern.
Jugendleiter Andi Fuchsreiter sagte, der der wichtigste Punkt war der 17. August mit dem Vereins- Preisplattln. Vom Gruppentanzen waren sie zuerst nicht sehr begeistert, aber dann doch voll dabei. Der obere Raum wird schon genutzt, dadurch kann man die Kinder in zwei Gruppen aufteilen. Jugendleiterin Maria Koch gab die Auftritte und Aktivitäten der Kindergruppe bekannt. Es kamen 4 Kinder dazu, es sind somit insgesamt. 30 Kinder. Sie bedankte sich bei den Eltern der Kinder, denn ohne deren Unterstützung wäre so eine Kindergruppe nicht möglich. Ein besonderer Dank ging an die Eltern die beim Familienfest tatkräftig mitgeholfen haben, vor allem Frank Jung, Toni Fuchs, Markus Rauch, Toni Egger und Stefan Landauer. Vorstand Nitzinger bedankte sich bei den Jugendleitern für die Nerven bei den Proben, denn bei so einer großen Schar Kinder geht es zu wie in einer Schulklasse. Aber man sieht die Kinder haben Interesse und sind gerne dabei.
Der nächste Punkt war die Bierzeltwoche. Diese wurde von zwei Vereinen ausgerichtet. Die Kramperlpass organisierte extra ihren Abend. Es war viel Arbeit, denn es wurde alles von den Vereinen selbst gemacht. Für jeden Verein ist was übrig geblieben und es war ein voller Erfolg. Nitzinger bedankte sich für die geleistete Arbeit. Im Anschluss berichtete er, dass bei der Stadt ein Antrag für einen Zuschuss gestellt wurde, über den aber noch entschieden wird. Zuschüsse für den Hüttenumbau kamen vom Kreisjugendring, von der Sparkassenstiftung, Bürgerstiftung und private Spenden z.B. von Manfred Adldinger mit 2000 €, sowie weitere kleinere Spenden, die er aber nicht einzeln aufzählen könne. Die größte Spende sei der Buchverkauf von Herbert Fröhlich mit 8000 €. Für das Marzoller Buch wurde ihm als Geschenk eine geschnitzte Holzfigur, vom Hl. Herbert (Bischof von Köln) überreicht, denn das Buch ist ein voller Erfolg. Herbert Fröhlich bedankte sich gerührt bei der Versammlung.
Zum Punkt Satzungsänderung sagte Nitzinger: Die Satzung müsse wegen Steuerzahlungen bei Spenden geändert werden. Es sind nur ein paar Worte anders, aber wir sind nicht so dumm und lassen uns das Geld vom Finanzamt nehmen. Danach wurde die Satzungsänderung verteilt. Die Änderungen waren §2 Vereinszweck Ab. 1 (Mitarbeit in der Heimatpflege und Darstellung der Heimatgeschichte) und §14 Ab. 1 (Mitgliederversammlung). Es würde eine Versammlung im Jahr reichen, die Jahreshauptversammlung im Frühjahr wegen des Jahresabschlusses fürs Finanzamt. Eine zweite kann im Herbst- muss aber nicht gemacht werden. Darüber muss abgestimmt werden. Eine Frage kam, ob nicht eine bestimmte Anzahl an Mitglieder anwesend sein muss. Die Antwort von Anton Fuchs war, es steht unter §15 in der Satzung (erschienende Mitglieder). Die Satzungsänderungen wurden einstimmig von der Versammlung angenommen. Diese Änderungen wurden vom Bezirksgericht in Traunstein und vom Notar in Bad Reichenhall bestätig und in das Vereinsregister eingetragen. Die Änderungen der Satzung sind in der neuen Fassung aufgeführt.
Im Anschluss daran wurde für 25 jährige Treue zum Verein, Richard Fuchsreiter, Gerhard Klimpl, Hermann und Elfriede Geitner, Wally Reiter, Andrea Fegg und Wiesner Hertha geehrt und mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Für die nichtanwesenden Geehrten werden die Urkunden persönlich überbracht. Ein Antrag auf Neuaufnahme von Annemarie Jung wurde ohne Gegenstimme angenommen.
Als nächstes sagte Nitzinger: Bei der Walfahrt nach Maria Eck sei die Teilnahme vor allem bei den Jungen sehr gering, aber Respekt vor den Alten, die immer wieder ohne zu rasten den Berg rauf gehen. Das Auftreten bei der Bierzeltwoche mit dem Dirndlgwand war zwar nicht gut, aber sie haben bedient und es war sehr kurzfristig. Doch es sollte nicht immer vorkommen. Beim 6 Vereine-Hoagart war sehr wenig Teilnahme- es ist nicht das schönste. Die Jungen haben beim Hüttenumbau sehr nachgelassen, die Rentner sind immer da. Es haben sich einige hervorgetan, wie z.B. Neubauer Erich, Pils Ludwig, Dufter Gerhard und Fuchsreiter Richard. Er sagte, jede Stunde wird aufgeschrieben. Es hätte einigen nicht alles gepasst, wie z.B, kein Architekt, es wurde aber trotzdem angefangen. Es gäbe auch einige die ihn nicht mögen, aber sie sollten nicht für den Vorstand sondern für den Verein arbeiten. Man soll nicht über andere schimpfen, sondern selbst mit anpacken, denn es gibt noch viel zu tun. Nitzinger bedankte sich noch einmal für die geleistete Arbeit, aber er könne nicht jedem einzeln danken. Er appellierte an die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt, dann könnte bis zum 15. August alles soweit fertig sein, dass man die Fassade anschauen kann.
Frank Jung bedankte sich noch bei den Jugendleitern für ihre Engelsgeduld und sie sollen so weiter machen.
Als keine weiteren Wortmeldungen mehr kamen, schloss Nitzinger mit dem Spruch „Treu der Heimat, Treu dem guten alten Brauch“ um 21: 45 Uhr die Versammlung.
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